Reinhardt Graetz

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Industriegesellschaft, Wachstum und der Club of Rome


Der "Club of Rome" konstatierte schon Anfang der Siebziger das "Ende des Wachstums": bei endlichen Ressourcen kann es kein unbegrenztes Wachstum geben. Beim Körpergewicht, Krebszellen und Fußnägeln ist dieser Sachverhalt unmittelbar einleuchtend. Bei der Wirtschaft im allgemeinen und den Konzernchefs im Besonderen wird sich diese Einsicht früher oder später ebenso durchsetzen.
Die Natur hingegen macht uns das perfekte recycling vor. Inzwischen werden Nahrungsmittel, Öl und Trinkwasser allmählich knapp; gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung - noch.
Derzeitiger Stand: knapp 8 Milliarden Menschen.

In den Industriestaaten des Nordens allerdings wächst die Bevölkerung kaum noch. In Deutschland wird sie deutlich weniger, in China verlangsamt sich inzwischen das Bevölkerungswachstum ebenso - mit zunehmender Industrialisierung. Dieser Trend wird von Experten schon längere Zeit registriert. Offenkundig stabilisiert sich die Industriegesellschaft bei einem gewissen Reifegrad auf einem bestimmten Niveau von selbst - und das alles ohne administrative Vorgaben und fernab jedweder Ideologie.

Nicht die Rückwendung zu feudalistischen Sklavenhaltergesellschaften, sondern ausgerechnet die "reifere" Industriegesellschaft bietet die Lösung des Wachtumsproblems.

Jetzt muss sie nur noch das Primärenergieproblem lösen und darangehen, die zunehmenden sozialen Verwerfungen in der Welt anzupacken und die dahinter steckenden Probleme zu lösen. Auch hier wieder: entweder gibt es eine intelligente - oder eine brutale Lösung der Probleme.